Bürgerentscheid lehnt Gemeinschaftsschule ab

In einem Bürgerentscheid über die Zukunft der Schulstruktur ihrer Gemeinde haben sich am vergangenen Wochenende die Wahlberechtigten von Hirschberg an der Berg­strasse mit einer klaren Mehrheit gegen die Gemeinschaftsschule entschieden.

Die Einstellung der Bevölkerung in Baden-Württemberg zur Gemeinschaftsschule GMS steht mehrheitlich gegen diese unerprobte Schulvariante. Dies wurde auch bei dem erfolgreich durchgeführten Bürgerentscheid in Hirschberg a.d. Bergstrasse sichtbar. Rund 52% der Hirschberger lehnen die Einführung einer GMS ab. Aufgrund der auffällig hohen Wahlbeteiligung konnte auch das erforderliche Quorum erreicht werden. Zuvor hatten sich die Hirschberger intensiv mit dem Konzept der Gemeinschaftsschule beschäftigt. «In einer Veranstaltung mit dem Erziehungswissenschaftler Dr. Walter Korinek wurde den Teilnehmern sehr klar, dass sich ein so hohes finanzielles Risiko der Gemeinde für einen solchen pädagogischen Mischmasch nicht rechnet», so die Vorsitzende des Bündnisses pro Bildung Baden-Württemberg Silke Sommer-Hohl und die stellvertretende Vorsitzende Dorit Wolf.
Die ständig wachsende Mitgliederzahl des Bündnisses, die grosse Aufmerksamkeit in den Landesmedien (vgl. z.B. die Sendung «Nachtcafé» im SWR-Fernsehen) sowie eine durch das Bündnis mit ins Leben gerufene bundesweite Initiative für das gegliederte Schulwesen sind ein Ausweis für den tatsächlichen Bürgerwillen zur Schulpolitik. «Die Bürgerinnen und Bürger lehnen in ihrer breiten Mehrheit die verkorkste Bildungspolitik ab. Das Bündnis pro Bildung ermuntert die Menschen in den Städten und Gemeinden, sich zu wehren und gegen diese ideologische Bildungspolitik zu kämpfen. Wir als Bündnis pro Bildung BW stehen entschieden gegen die sinnlose Zerschlagung einer äusserst erfolgreichen differenzierten Schullandschaft. Die Bundestagswahl war auch ein klares Zeichen, dass die Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger eine bessere Bildungspolitik fordern», erklärten die beiden Vorsitzenden.

Bündnis pro Bildung

Quelle: Pressemeldung Bündnis pro Bildung Baden-Württemberg vom 25.9.2013