«Lehrplan 21 – unsägliche Reformen werden zementiert»

«Möglichst unbemerkt eine zusätzliche grundlegende Reform, den Konstruktivismus, einführen»

Interview mit Nationalrätin Verena Herzog

Der Lehrplan 21 wird im Jahre 2015 den Bürgerinnen und Bürgern noch viel Anlass zur Auseinandersetzung bieten, vor allem weil die vielen Initiativen nach einer breiten Diskussion in der Bevölkerung verlangen. Das ist auch dringend geboten, denn dieser Lehrplan ist ohne Notwendigkeit und ohne demokratische Legitimation in Auftrag gegeben worden. Weder schulpolitisch noch pädagogisch gibt es irgendeinen Grund für diesen Monsterlehrplan, bei dem es um eine grundsätzliche Umkrempelung der Schule geht. Es handelt sich um einen Paradigmenwechsel.
Im folgenden Interview nimmt die Schulpolitikerin und SVP-Nationalrätin Verena Herzog zur Bedeutung und zu den Auswirkungen des Lehrplans 21 ausführlich Stellung.

Zeit-Fragen: Was muss eine gute Volksschule besonders in unserer direkten Demokratie leisten?

Nationalrätin Verena Herzog: Die Volksschule hat den Auftrag, den Kindern ein solides Fundament in den Grundfähigkeiten und -fertigkeiten zu geben. Das sind einerseits die rein kognitiven Fächer Mathematik, Deutsch und Realien. Sie soll Wissen vermitteln, das später angewendet werden kann. Andererseits sollen die musischen Fächer und handwerkliche Fertigkeiten gefördert werden. Ganz zentral gehört für mich auch die Wertevermittlung dazu, die in unserer Gesellschaft immer mehr verlorengeht und bedeutsam für das ganze Leben eines Menschen ist. Freude an Leistung und Wettbewerb, Sorgfalt, Genauigkeit und Ausdauer gehören dazu. Genügend Zeit muss für das beharrliche Üben eingeplant sein. Leistungen sollen benotet werden. Leistungsbeurteilungen von Schülerinnen und Schülern müssen für Lehrmeister verständlich und nachvollziehbar sein. Im weiteren soll die Schule auch mithelfen, unsere Kinder zu mündigen und verantwortungsbewuss­ten Staatsbürgerinnen und -bürgern werden zu lassen, die bei der aktiven Ausgestaltung unserer direkten Demokratie ihren Platz einnehmen.

Erfüllt der Lehrplan 21 diese wichtigen Bereiche einer umfassenden Bildung?

Nein, das erfüllt er auf keinen Fall. Von einem Lehrplan erwarte ich elementare, verbindliche Jahresziele in den Kernfächern. Die Anzahl der verbindlichen Stufenziele ist auch nach der sogenannten Überarbeitung des Lehrplans 21 zu hoch. Mit seiner radikalen Kompetenzorientierung schiesst er weit über das Ziel hinaus. Um elementare Bildung so zu vermitteln, dass die Schüler wesentliche Bildungsinhalte verstehen und anwenden können, bleibt zu wenig Zeit. Dies wird zur bekannten Hektik des «Durchnehmens» möglichst vieler Kompetenzen führen. Ein Lehrplan sollte ein praxistaugliches Werkzeug in der Hand des Lehrers sein, welches tatsächlich verwendet werden kann und auch Transparenz für Eltern und Schüler schafft.
Mit dem Lehrplan 21 werden zudem nicht nur unsägliche Reformen wie zum Beispiel die Vollintegration aller Kinder in der Regelklasse zementiert. Mit dem Lehrplan 21 will gleichzeitig möglichst unbemerkt eine zusätzliche grundlegend neue Reform, der Konstruktivismus, eingeführt werden. Mit seinem fragwürdigen Primat des Könnens gegenüber dem Wissen und der Austauschbarkeit von Bildungsinhalten schafft der Lehrplan 21 ein hochkomplexes System auf unsicherer Grundlage. Dieser Lehrplan leitete eine Bildungsreform ein, die substanziell und finanziell ein hoher Risikofaktor ist. Ein Auftrag dazu wurde nie gegeben. Die bisherige zielgerichtete Vermittlung des Schulstoffes durch die Lehrperson soll verschwinden. Energie, die Lehrpersonen besser für den Unterricht und die Arbeit für die Kinder verwenden könnten, muss als Folge in zusätzliche Weiterbildung investiert werden, um sich die neue Lehr- und Lernphilosophie aneignen zu können. Der Schulrucksack des Schülers wird dadurch um kein Mikrogramm mehr gefüllt!

Was wäre für Sie ein wichtiger Pfeiler des Unterrichtens?

Für mich ist das Rückgrat einer guten Schule die Lehrkraft, welche die Kinder und die Klasse führt. Die Schweizer Volksschule verdankt ihre international anerkannte Qualität dem Klasse und Schüler gesamthaft beurteilenden Klassenlehrer. Er kennt das Entwicklungspotential seiner Schüler am besten, weil er sie auf der Primarschulstufe in den meisten Fächern selber unterrichtet. Er kennt damit sowohl die Stärken als auch die Schwächen der Schüler und ist daher in der Lage, sie in ihren Stärken so zu fördern, dass sie erfahren und lernen, dass sie mit ihren Stärken ihre Schwächen ausgleichen und überwinden, also optimale Leistungsbereitschaft entwickeln können – eine unschätzbare Erfahrung für späteres Bestehen in Leben und Beruf.
Mit dem Konstruktivismus und der Kompetenzorientierung wird eine Schulform gewählt, in welcher der Klassenlehrer mehr oder weniger abgeschafft und durch reine Lerncoaches ersetzt wird. Vor allem schwächere Schüler sind von einem solchen System völlig überfordert. Wenn Kinder selbst herausfinden sollen, was zu welchem Zeitpunkt wichtig ist zu lernen, und dies ohne konkrete Anleitung und Betreuung durch den Klassenlehrer, dann führt das zu einem vorhersehbaren, grossen Bildungsabbau. Lerncoaches für die Volksschule sind ein völlig falscher Ansatz am Kind vorbei.

Ziel des Lehrplans 21 sei es, die Chancengleichheit zu erhöhen …

… nein, das Gegenteil ist der Fall. Für eine Chancengleichheit bräuchte es klar definierte Ziele, die das Kind erreichen sollte, und eine möglichst nahe Betreuung durch die Klassenlehrperson. Schon immer war es Aufgabe der Lehrkraft, Kinder in ihren Fähigkeiten dort abzuholen, wo sie stehen. Aber auch das hat seine Grenzen. Es kann nicht sein, dass für jedes Kind individuell ein Programm zusammengestellt wird. Entscheidend ist, die Entwicklungsphasen der Kinder zu berücksichtigen. Auf der Primarschulstufe wäre es wichtig, neben den Grundfächern rechtzeitig auch ein besonderes Augenmerk auf die Grob- und Feinmotorik zu richten, die handwerklichen Fertigkeiten zur Entfaltung zu bringen und die Neugier der Kinder zu wecken.

Gehört das altersdurchmischte Lernen, was als etwas Fortschrittliches propagiert wird, zum gleichen Irrweg wie die Kompetenzorientierung?

Mit dem Begriff altersdurchmischtes Lernen (AdL) wird zum Teil Etikettenschwindel betrieben. AdL meint nicht die klassische Gesamtschule mit ihrer Aufteilung in Jahrgänge in einer Klasse, sondern individualisierten Unterricht unabhängig vom Alter in einer Gruppe, also mit Kindern verschiedener Altersstufen und unterschiedlicher Leistungsniveaus. Diese Art Unterricht fordert einen enormen Mehraufwand für die Lehrpersonen und überfordert die vielen Schülerinnen und Schüler, die ohnehin schon grösste Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren. Das handicapierte Kind geht dabei vollständig verloren und kommt in der Klasse nicht mehr mit. Für das Selbstwertgefühl des Kindes ist das eine Katastrophe. Gerade deshalb wurde der Unterricht in Jahrgängen eingeführt! AdL bedeutet also einen Riesenschritt zurück.

Sie hatten vorhin gesagt, schlechte Reformen, die wir bis jetzt schon haben, werden mit dem Lehrplan 21 noch zementiert.

Die einschneidendste Reform der letzten Jahre ist für mich die Vollintegration. Jedes Kind, auch geistig Behinderte, soll nach dieser Reform in einer Regelklasse beschult werden. Das beansprucht einerseits unheimlich viel Energie der Lehrpersonen, generiert vermehrte Unruhe im Klassenzimmer und dadurch enormes Ablenkungspotential. Andererseits zeigen Erfahrungen, dass die Vollintegration nur in den seltensten Fällen dem Kind mit einer Behinderung dient. Man weiss heute, dass der Leidensdruck, täglich realisieren zu müssen, mit anderen Schülern nicht mithalten zu können, grösser ist als der Profit durch die Regelklasse. In einer kleinen, spezialisierten Klasse können Kinder mit Defiziten gezielter gefördert werden, was erfolgversprechender ist …

… das ist doch eigentlich logisch …

Aber auch das System der Schulleitungen bringt in den wenigsten Fällen das erhoffte Potential, zum Beispiel eine bessere Personalführung. Viel mehr werden die Schulleitungen dazu benutzt, neue Schulreformen bei den Lehrpersonen beliebt zu machen, einzuführen und zu kontrollieren. Zudem will mit der Einführung des Lehrplans 21 das pädagogisch wenig überzeugende Fremdsprachenkonzept mit dem Modell 3/5, ohne darüber auch nur einen kritischen Satz zu verlieren, endgültig zementiert werden.

Inwieweit spielen noch andere Bereiche, wie die einfache Stoffvermittlung eine Rolle?

Natürlich sollte die Stoffvermittlung einen zentralen Stellenwert einnehmen. Durch sie und mit ihr werden auch das Vorstellungsvermögen, die Denk- und die Kritikfähigkeit geübt und ausgebildet. Gerade in der Kindheit und Jugendzeit ist die Lernfähigkeit so hoch wie nie. Jede Lektion sollte sinnvoll genutzt sein. Eine systematische Heranführung nicht nur an unseren Wissensstand, sondern auch an unsere Kultur findet in diesen Jahren statt. Schliesslich überlassen unsere Eltern ihre Kinder dem Staat im vollen Vertrauen, dass er diese Lebensjahre zum Wohl des Kindes nutzt und nicht um Experimente an ihm durchzuführen.

Ein Vorwurf an den Lehrplan ist, dass er neben den grossen fachlichen und pädagogischen Schwächen auch in das Privatleben von Eltern und Kindern eingreift. Wie muss man sich das vorstellen?

Dazu gehört zum Beispiel die ganze Gender­ideologie. In dieser Thematik haben die Lehrplanmacher nach ihren Aussagen noch etwas nachgebessert. In Tat und Wahrheit wurden jedoch nur einzelne Begriffe ausgewechselt. Dazu kommt noch die Sexualpädagogik. Frühestens auf der Mittelstufe hat dieses Thema seine Berechtigung. Im Kindergarten hat die Sexualpädagogik nichts zu suchen. Das gehört in die Familie und nicht in die Schule.
Aber auch andere Bereiche, die über verschiedene untergeordnete UN-Gremien in die Schweiz übernommen werden, zum Beispiel bestimmte radikale Aspekte zu unseren Lebensgewohnheiten, gehören nicht in einen Lehrplan, zumindest nicht ohne breite gesellschaftliche Diskussion. Wie soll zum Beispiel überprüft werden, ob ein Kind «selbstkompetent» ist? Was soll dazu zählen, was nicht? Wer soll das festlegen?

Mit dem Lehrplan 21 wird die kantonale Hoheit umgangen. Wie muss man das Verhalten der Bildungsdirektorenkonferenz verstehen?

Die SVP ist für die Abschaffung der Deutschschweizer-EDK oder mindestens die Kürzung ihrer Gelder. Die D-EDK hat keine Legitimation. Denn das Projekt HarmoS ist gescheitert. Kantone, die dem Konkordat nicht beigetreten sind, bleiben und sind selbständig. Die EDK-Ostschweiz hat in gewissen Bereichen ihre Berechtigung. Wenn sich die Kantone über Jahreslernziele absprechen, wäre dies vor allem betreffend Mobilität von Familien sinnvoll.

Das heisst, wenn es keine demokratische Legitimation gibt, dann muss man hier eigentlich von einer Kompetenzüberschreitung sprechen.

Das ist richtig. Unsere Volksschule muss föderalistisch bleiben. Neben der Gleichschaltung gibt es auch noch Wettbewerb, und Wettbewerb ist gut. Die Kantone sollen sich um eine gute Schule bemühen und dafür sorgen, dass die Kinder umfassend gebildet werden. Dazu kommt, dass nicht alle Kantone über die gleichen finanziellen Mittel verfügen. Ein ländlicher Kanton hat andere Bedingungen und Ansprüche als ein städtischer Kanton. Es macht Sinn, gewisse Themen auf Gemeindeebene zu lösen. Auch der Bedarf für die familienergänzende Kinderbetreuung oder an Tagesschulen ist sehr ortsabhängig. Mit dem Lehrplan 21 wollen Aufgaben übernommen werden, die gar nichts in einem Lehrplan zu suchen haben. So wollen zum Beispiel Tagesschulen, nachdem sie politisch wenig Beachtung erhielten, durch diese Hintertür ermöglicht werden.

Die EDK hat klar signalisiert, dass der Lehrplan 21 kommt. Wäre es hier nicht dringend geboten, dass das breit in der Bevölkerung diskutiert werden muss?

Das Wichtigste ist zum einen, dass die Lehrkräfte einbezogen werden. Diese hatten bei der Entstehung des Lehrplans 21 zu wenig Mitsprache. Und zum zweiten soll die Bevölkerung über so etwas Massgebendes mit­entscheiden können, zumal der Lehrplan 21 nicht nur Jahresziele, sondern mit dem Konstruktivismus und der Kompetenzorientierung eine umfassende Schulreform mit einer neuen pädagogischen Ausrichtung und erheblichen finanziellen Auswirkungen beinhaltet.
Es sind also zu wenige Lehrkräfte aus der Praxis bei der Erstellung des Lehrplans 21 beteiligt gewesen. Die Bevölkerung lässt man völlig aussen vor, obwohl es unsere Kinder sind, die nachher darunter leiden.
Wesentliche Kritikpunkte aus der Basis und der Wirtschaft wurden weder bei der Vernehmlassung noch bei der Überarbeitung des Lehrplans 21 aufgenommen. Es erstaunt deshalb nicht, dass sich rund 1000 Lehrkräfte in einer Gruppierung zusammengeschlossen hatten, um den Lehrplan 21 kritisch und detailliert zu hinterfragen. Auch nach der dritten Überarbeitung, bei der eine gewisse Abspeckung zwar sichtbar ist, wird von den Lehrplanverantwortlichen nicht von den eigentlichen Reformen, dem Konstruktivismus und der Kompetenzorientierung, abgesehen, verbindliche Jahresziele fehlen und nach wie vor ist der Lehrplan 21 alles andere als benutzerfreundlich.

Nach Ihren Schilderungen hat man den Eindruck, dass es klar war, der LP21 muss jetzt her, möglichst schnell ohne Diskussion und gegen jeden Widerstand.

Ja, das ist so. Die D-EDK hat überhaupt nicht mit einem derartigen Widerstand gerechnet. Vorschnell wurde geäussert, nur die HarmoS-Gegner und vor allem die SVP-Ex­ponenten seien gegen den Lehrplan 21. Aber das war eine völlige Verdrehung. In der «Neuen Zürcher Zeitung» konnte mehrmals gelesen werden, dass der Widerstand und die Kritik aus verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Richtungen erfolgte. Mehrere Persönlichkeiten aus der Wirtschaft sowie Erziehungswissenschaftler setzen grosse Fragezeichen zu den neuen Reformen, dem Konstruktivismus und der Kompetenzorientierung.

Es gibt Widerstand in der Bevölkerung. In verschiedenen Kantonen werden Unterschriften gesammelt. Ist das nicht eine gesunde Reaktion auf das autoritäre Vorgehen der Lehrplanmacher?

Ja, natürlich. In einigen Kantonen wurden parlamentarische Vorstösse lanciert und werden Unterschriften für Volksinitiativen gesammelt, die zum Ziel haben, dass das Parlament oder die Bevölkerung über die Einführung des Lehrplans 21 mitbestimmen kann.

Das heisst, einzelne Menschen müssen hier einen enormen Aufwand betreiben, um etwas zu erreichen, was eigentlich zu den Grundpfeilern unserer Demokratie gehört, nämlich bei so entscheidenden Fragen mitzubestimmen. Dazu kommt noch, dass die Erstellung und Umsetzung des Lehrplans neben dem unbrauchbaren pädagogischen Konzept natürlich auch mit Kosten verbunden ist, die der nicht gefragte Steuerzahler tragen muss. Was kommt hier auf jeden einzelnen Kanton zu?

Damit der Konstruktivismus und das kompetenzorientierte Lernen eingeführt werden kann, werden allein im Kanton Thurgau mindestens 120 Multiplikatoren ausgebildet, die ihre Schulhausteams weiterbilden und in ihrer Arbeit unterstützen sollen. Umgerechnet auf alle Deutschschweizer Kantone entstehen dadurch enorme Kosten in der Höhe eines mindestens zweistelligen Millionenbetrags. Nebst den Kosten für die Weiterbildung werden kostspielige und zeitaufwendige administrative Arbeiten generiert, Energie, die von den Lehrkräften besser direkt im Unterricht eingesetzt werden sollte. Macht man die Gesamtrechnung seit der Entstehung des Lehrplans 21, für den rund 5000 Kompetenzen entwickelt wurden und bei dem über 100 Leute mitgearbeitet haben, kann sich jeder vorstellen, was das bis heute schon gekostet hat. Von der Evaluation und Überprüfung gar nicht zu reden … Diese Abrechnung für Aufwendungen ohne jegliche demokratische Legitimation müsste dem Volk vorgelegt werden.

Nach Ihren Ausführungen komme ich zu dem Schluss, dass das Kind, um das es eigentlich gehen sollte, keinen Platz in diesem Lehrplan findet. Wie sehen Sie das?

Wenn ich mir den Lehrplan 21, mit dem ich mich nun lange und vertieft auseinandergesetzt habe, vor Augen führe, dann geht dieser vollständig am Kind vorbei. Es ist eine Aufblähung von Kompetenzen, die ausformuliert wurden, aber das Kind, das im Zentrum stehen sollte, geht vollständig unter. Es geht um Ideologien, die von irgendwelchen Bürokraten und Schulreformern niedergeschrieben worden sind, ohne je eine öffentliche Diskussion darüber geführt zu haben. Die erste Fassung des Lehrplans 21 umfasste über 570 Seiten, die unterdessen mit ein bisschen Kosmetik reduziert wurden. Aber in der Anlage und Ausrichtung hat sich nichts geändert. Als Vergleich konnte der neue, detaillierte und benutzerfreundliche Vorschlag der SVP für einen Lehrplan der Volksschule mit konkreten Jahreszielen auf 97 Seiten niedergeschrieben werden. Wie ein weises Sprichwort sagt: Weniger ist oft mehr!

Frau Nationalrätin Herzog, vielen Dank für das ausführliche Gespräch.    •

(Interview Thomas Kaiser)