«Ein gesunder Apfel wird in eine Hurde von wurmstichigen Euro-Ländern gelegt»

Sehr kritische Stimmen sagen es direkt: «Die stärkste Währung der Welt geht mit dem lungenkranken Euro ins Bett. Das kann nicht gut gehen.» Und der Vergleich, «ein gesunder Apfel wird in eine Hurde von wurmstichigen Euro-Ländern gelegt», zeugt auch nicht gerade von viel Glauben in die getroffenen Massnahmen. Uns stört vor allem, dass sich die EU in Brüssel und die EZB in Frankfurt innert Stunden meldeten und beide energisch darauf hinwiesen, dass diese Aktion der SNB – «eine Einzeltat ohne jedwelche Absprache mit uns» – auch ihr Erstaunen geweckt hat. Zur Zeit der Bekanntgabe des Beschlusses war der Euro bereits wieder auf der Rutschbahn und notierte gerade noch 1,10. Hedgefonds und Devisenhändler waren klar der Meinung, dass er langsam, aber sicher auf Parität 1 : 1 abgleiten werde. Zu viele schlechte Nachrichten lauern im Hintergrund.     •

Quelle: Vertraulicher Schweizer Brief Nr. 1298 vom 12.9.2011