Leserbriefe

Dank der Medien erfährt der Bürger, dass der hinter verschlossener Tür entstandene und mehrere hundert Seiten dicke Wälzer namens Lehrplan 21 fertig erstellt ist. Dieser soll künftig 21 Kantonen die Lernziele und Didaktik der Volksschule vorschreiben. Die breite Diskussion im Volk hat, weil von den Verantwortlichen nicht erwünscht, nie stattgefunden. Das erinnert doch sehr an die Vorgehensweise bei HarmoS. Auch mit dem Lehrplan 21 passiert, unter Aushebelung unseres demokratischen Mitspracherechts, eine Neuschreibung des bisher Gültigen und Bewährten. Das heillose Durcheinander, die Inhalts- und Sinnlosigkeit, die darin präsentiert wird, ist beispielslos. Nie, aber auch nie liest man etwas von der Persönlichkeit eines Kindes, die es zu erfassen, an Geist und Seele zu bilden und zu erziehen gilt. Nichts vom Auftrag an die Lehrerschaft, unseren Schulkindern nichts vorzuenthalten an Wissen und Können, um sie zunehmend zu befähigen, ein sinn- und verantwortungsvolles Leben in unserer Gesellschaft zu führen. Nichts von Vermittlung von Schweizer Geschichte und Kulturgut als Heranführung an die Rechte und Pflichten von uns Schweizer Staatsbürgern. Nun braucht es das Einschreiten empörter Eltern, Pädagogen, Lehrbetriebe und Berufsschulen, höherer Bildungseinrichtungen, Wirtschaft, Politik, des Bürgers ganz grundsätzlich, um dieses gänzlich unbrauchbare und ruinöse Papier vollumfänglich zurückzuweisen. Alle in diesem Land haben das Recht, sich ganz darauf verlassen zu können, dass unsere Kinder in unseren Volksschulen nach bestem Wissen und Gewissen unterrichtet und miterzogen werden.

Claudia Meier, Oberkirch